Die Geschichte der Panoramen

oder: so neu ist das alles nicht - 1

Panorama: griechisch "Allansicht"

Erste Panoramen

Unter einem Panorama wurde im 18./19. Jahrhundert ein rundes Gebäude, eine sog. Rotunde, verstanden, in dem auf der Innenseite des kreisförmigen Raumes ein Bild, damals ein Gemälde, angebracht war. Dieses bot einen Rundumblick auf eine Ansicht eines entfernten Ortes, idealerweise auch Blicke nach oben und unten. Durch die besondere Konstruktion und die indirekte Beleuchtung war diese Form der Darstellung eine Attraktion für die Besucher, die sich der Illusion hingaben, an dem Ort des Bildes zu sein. Als Erfinder gilt der Ire Robert Barker im Jahr 1787. Das Panorama wurde im 19. Jahrhundert zu einer Massenunterhaltung vor der Erfindung des Kinos. Rechts ist ein Bild des Londoner Panoramas von Robert Mitchells, ein doppelstöckiger Bau von 1793, das zwei Rundbilder Bakers zeigte.

Neben der Darstellung der ersten Weltstädte wurden propagandistisch eingesetzte Kriegsbilder gezeigt.  Es folgten Darstellungen historisch bedeutender Stätten, Städte und Landschaftsbilder aus dem näheren Europa und den fernen Kolonien. Die gezeigten Panoramen haben eine eine möglichst originalgetreue Darstellung, sei es durch Malerei mit Hilfe der Camera obscura oder mit den späteren Mitteln der Fotografie, gemeinsam.

Man unterschied mobile und stationäre Panoramen, wie auch Louis Jacques Mandé Daguerre und der Großvater von Walter Gropius sie betrieben. Mit der Erstellung von Panoramen und deren Transport entwickelte sich eine regelrechte Industrie. Aktiengesellschaften wurden mit dem Zweck der Erstellung, des Vertriebs, des Transportes und der Reklame zur internationalen Nutzung der Panoramen gegründet.

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