Die Geschichte der Panoramenoder: so neu ist das alles nicht - 2 Dioramen und bewegte PanoramenIn der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden Dioramen, die Bilder auf flachen oder leicht gekrümmten Leinwänden zeigten. Diese versuchten den Tagesverlauf durch geschickte Beleuchtung und Farbmischungen nachzustellen. Romantische Motive wurden der Mode der Zeit gerecht. Ein Meister dieser Technik war Daguerre, der später mit der Daguerrotypie eine so bedeutende Erfindung für die Fotografie machten. Zunächst erreichten die Betrachter die Plattform in der Rotunde durch einen aufwändig gestalteten Eingangsbereich, dort über Treppen angekommen, konnten Sie auf einer der Szenerie angepassten Plattform sich drehend den Blick schweifen lassen. Später wurden auch sich drehende Plattformen mit Sitzmöglichkeiten erbaut. Das Publikum verlangte immer scheller neue Bilder und ausgefeiltere Präsentationen, das "faux terrain" zwischen Plattform und Bild wurde duch Bauten mit einbezogen. Bewegte Panoramen entstanden ebenfalls in dieser Zeit. Durch das Bewegen der Kulisse vor den Betrachtern entstanden der Relalität nachgestellte Szenarien, etwa in nachgebauten Eisenbahnabteilen aus denen vorüberziehende Landschaften betrachtet wurden. Die gemalten Panoramen konnten mehrere hundert Meter lang sein und zogen im Laufe der Zeit an verschienen Orten Millionen Zuschauer an. Meist kamen die Panoramen aus den Vereinigten Staaten. Es gab auch tragbare Varianten, einige Zentimeter hoch und mehrere Meter lang. |
Im Mareorama aus 1897 hielten sich die 700 Zuschauer auf einem 70 m langen Schiffsrumpf auf, an dem auf jeder Seite eine 750 m lange und 15 m hohe Leinwand vorbeizog. Es wurden Ansichten einer Fahrt von Marseilles, Neapel, Suez, Sri Lanka, Singapur, China und Japan gezeigt. Schauspieler spielten die Besatzung, durch Tang geblasene Luft sorgte für die Seebrise, die Plattform schwankte wie ein Schiff auf den Wogen des Meeres.
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