Ein Beispiel zur Parallaxenverschiebung

Anbei ein Beispiel "aus dem Leben" zur Verschiebung der Parallaxe beim Aufnehmen von Einzelbildern für ein Panorama. Hier besteht die Problematik in der Verschiebung des Ortsschildes relativ zu den dahinter befindlichen Bäumen. Die Kamera wurde prima horizontal ausgerichtet, aber der Nodalpunkt wurde überhaupt nicht beachtet. Das Beispiel kommt damit einer Freihand-Aufnahme gleich.

Auf den ersten Blick wirkt das Bild einwandfrei. Für die Darstellung im Web ist es durchaus geeignet.

Detailbetrachtung

Vergleichen Sie bitte die beiden nebenstehenden  Einzelbilder. Sie zeigen einen Ausschnitt aus zwei sich überlappenden Bildern. Im rechten Bild überdeckt der Metallrahmen des Ortsschildes deutlich den Ast im Hintergrund, während dieser auf dem linken Bild frei zu sehen ist.

Was macht nun die Stitch-Software in dieser Situation. Es fehlen auf den Bildern eindeutig Daten, wenn diese beim Stitchen überlagert werden sollen. Wir haben festgestellt, dass die Software sich meist an den ruhigen, jeweils identischen Bildbereichen, also i.d.R. denen, die am weitesten entfernt im Hintergrund sind, orientiert. Dies führt dann dazu, dass im Ergebnis das sich zwischen den Aufnahmen bewegende Objekt im Vordergrund hässliche Schattenbilder hat oder verzerrt, unscharf oder gar doppelt abgebildet ist. Im Beispiel ist dann die Schrift im Ortsschild nicht mehr akzeptabel zusammengesetzt.

 

 

 

Das Ergebnis im obigen Panorama im Detailausschnitt rechts ist nicht zufrieden stellend. Die Buchstaben auf dem Ortsschild verschwimmen, während die Äste im Hintergrund einwandfrei zusammengesetzt sind.

Alternativ kann bei manchen Programmen (z.B. PTGui) Einfluss genommen werden. Dann kann der Vordergrund den Wettstreit um die Parallaxen-Verschiebung gewinnen. Der Preis ist dann, dass der Hintergrund die oben genannten Probleme hat. Die Schattenbilder der Äste im nebenstehnd kontrastreich dargestellten Überlappungsbereich sind nebenstehend deutlich zu erkennen.

Ein optimales Stitchen ist mit dieser Ausgangssituation mit der besten Software nicht möglich.

Abhilfe schafft nur ein Einsatz eines Panoramkopfes und das Ausmessen des Nodalpunktes der Kamera und des Objektives wie auf unserer Nodalpunktseite beschrieben.

 nach oben